In Leipzig bot die Zentrale Sofortaufnahme rund um die Uhr Schutz für Frauen in Gewaltsituationen – kostenlos und unbürokratisch. Doch im Juni wurde die SofA geschlossen. Warum Sachsen die anteilige Finanzierung stoppte – und wieso ehemalige Mitarbeiterinnen jetzt um das Leben von Frauen und Kindern fürchten. Ein Artikel von der LVZ.
Hinweis der Fachstelle Häusliche Gewalt: Der Satz zur Finanzierung ist nicht eindeutig. Die Frauenhäuser werden aktuell auch kommunal, aber größtenteils jetzt schon vom Land finanziert (Richtlinie Chancengleichheit). Es besteht also eine Mischfinanzierung. Ab 2027 wenn das GewaltHG wahrscheinlich in Kraft tritt, wird es andere Förderlogiken geben; die zur Verfügung stehenden Gelder sind aktuell noch unbekannt und werden noch für den kommenden Landeshaushalt diskutiert. Die Gefahr, dass die Kommunen im kommenden Jahr nicht mehr ihre aktuellen Anteile zahlen werden, ist sehr hoch. Der Frauenhausplatz in jeder Einrichtung soll darüber hinaus ab 2032 kostenlos sein. (Bei der Sofa war der Platz die ganze Zeit kostenlos). Das bedeutet, dieses Geld muss dann auch noch anderweitig ausgeglichen werden. Das sind die Beträge, die sonst Frauen als Selbstzahlerinnen zahlen oder die über das Sozialamt etc. übernommen werden. Unter anderem über diese Beiträge finanzieren sich die Häuser, da sie alle sogenannte Eigenanteile für die Förderung zahlen müssen.
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