Häusliche und sexualisierte Gewalt gegen Frauen nimmt zu – doch Schutzplätze fehlen. Viele Frauenhäuser sind überlastet, während der angespannte Wohnungsmarkt einen Neubeginn erschwert.
Yvonne Schmidt vom KATAPULT Magazin berichtet: Der angespannte Wohnungsmarkt verschärft die ohnehin prekäre Situation der Schutzsuchenden. Aktuell bleiben die Frauen deutlich länger als üblich in den Frauenschutzhäusern bleiben, erklärt B. Es dauere oft mehrere Monate, bis sie eine eigene Wohnung finden würden. Das berichtet auch Vanessa E. vom Frauenschutzhaus Dresden: “Das Thema treibt gerade alle Frauenschutzhäuser um.”
Da passender Wohnraum fehlt und die Anforderungen, um eine Wohnung zu bekommen, sehr hoch sind, bleiben die Frauen länger als nötig im Frauenhaus und blockieren somit notwendige Plätze.
Diesem Problem widmet sich das Projekt “Sie wohnt gewaltfrei” – kurz “SieWo” – der HTWK Leipzig. “SieWo” fungiert als Vermittlungsstelle für Wohnungen für gewaltbetroffene Frauen. “Langfristiger Gewaltschutz beginnt mit einem eigenen Mietvertrag”, sagt Friederike Frieler, Koordinatorin des Projekts. “In manchen Fällen kehren Betroffene zurück in die gewaltvolle Beziehung, wenn sie keine eigene Wohnung finden.”
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