In dieser Reihe stellen wir euch in verschiedenen Beiträgen diverse intersektional zu betrachtende Diskriminierungsformen vor und erklären, wie genau sie einen Einfluss auf den Gewaltschutz haben. "In Deutschland wurde der Begriff #Intersektionalität unter anderem von Schwarzen Frauen, Frauen of Color, lesbischen Frauen, jüdischen und muslimischen Frauen und Frauen mit Behinderung verwendet, um Kritik an der Frauenbewegung zu üben, die ihre Lebensrealitäten nicht genug berücksichtigte." (diversity arts culture, Berlin)
Klassismus äußert sich darin, welche Möglichkeiten, aber auch welche Hürden unser Leben prägen. Verschiedene Lebensweisen und finanzielle Voraussetzungen werden in unserer Gesellschaft unterschiedlich bewertet. Klassismus bedeutet Ausgrenzung: Betroffene haben oft einen schlechteren Zugang zu Bildung, Wohnraum, Gesundheitsversorgung, politischer Teilhabe und gesellschaftlicher Anerkennung. Das wirkt sich auf ihre gesellschaftlichen Entfaltungsmöglichkeiten aus. Im Gewaltschutz zeigt sich Klassismus etwa dann, wenn Betroffene für erlebte Gewalt mitverantwortlich gemacht oder ihnen ihre Gewalterfahrungen abgesprochen werden – etwa durch Stereotype, die besagen, dass gut verdienende Frauen in hohen Positionen keine Gewalt erfahren würden. Das stimmt nicht!





Wo kann ich mich weiter informieren?
Klassismus: Diskriminierung aufgrund sozialer Herkunft – Was ist das?Link öffnet in einem neuen Tab Seeck und Steckelberg (2025): Klassismuskritik und Soziale Arbeit (Sammelband)Link öffnet in einem neuen Tab Deutschlandfunk Kultur: Klassismus Der abschätzige Blick auf die „Unterschicht“Link öffnet in einem neuen Tab Deutungen häuslicher Gewalt von Betroffenen im Kontext normativer Bilder und gesellschaftlicher ErwartungshaltungenLink öffnet in einem neuen Tab Beitrag von Alicia Königer: Feministischer Gewaltschutz der Sozialen Arbeit: eine Frage der Klasse? (S. 145)Link öffnet in einem neuen Tab