11. März 2026: Sicher wohnen, neu beginen (?) – Frauen auf dem Weg in ein gewaltfreies Leben

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Ein Zuhause ist mehr als vier Wände – es ist ein Ort der Sicherheit und Selbstbestimmung. Geeigneter Wohnraum für Betroffene von Häuslicher Gewalt nach einer Trennung oder auch einem Aufenthalt in Schutzeinrichtungen ist existenziell, doch gerade in Zeiten knappen Wohnraums ist der Übergang in ein gewaltfreies Leben für viele Betroffene herausfordernd.

Viele Betroffene verbleiben länger in Schutzeinrichtungen als es der akute Schutzbedarf vorsieht, weil sie keine geeignete Wohnung finden, oder weil sie auf strukturelle Hürden auf dem Wohnungsmarkt treffen. Andere kommen gar nicht erst im Hilfenetz an und gehören zu der steigenden Zahl verdeckter Wohnungsloser.

Mit unserer Veranstaltung haben wir uns zum Ziel gesetzt, Gewaltschutz nicht als isolierte Aufgabe einzelner Einrichtungen im Hilfesystem zu verstehen. Wir wollen den Schutz von Betroffenen als eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung betrachten. Es braucht verlässliche Hilfestrukturen, eine enge Zusammenarbeit zwischen Gewaltschutz, Wohnungswirtschaftlichen Akteur*innen, der politischen Ebene, den Verwaltungen und der Sozialarbeit – aber es braucht ebenfalls  den politischen Willen, Wohnen als zentralen Bestandteil von Gewaltschutz mitzudenken.

Unser Programm für den 11. März 2026

  1. Einführung in die Thematik partnerschaftliche Gewalt: Kurzfilm Sinking Ships (Sinkende Schiffe) des Regisseurs Andreas Kessler
  2. Projektvorstellung SieWo von Friederike Frieler (HTWK Leipzig)
  3. Interviews mit Fachkräften aus Frauenhaus in Dresden und aus dem Schutzhaus S.H.E. (spezialisierte Schutzeinrichtung für geflüchtete Frauen und ihre Kinder) in Leipzig, die uns aus der Praxis von Hürden auf dem Wohnungsmarkt nach einem Aufenthalt in einer Frauen- und Kinderschutzeinrichtung berichten
  4. Filmausschnitt aus dem Dokumentarfilm “Zuflucht nehmen”, der gewaltbetroffene Frauen in Berlin begleitet. Er zeigt eindrücklich, dass verschiedene strukturelle Rahmenbedingungen die Situation von gewaltbetroffenen Frauen beeinflussen. Der angespannte Wohnungsmarkt spielt dabei eine zentrale Rolle.
  5. Podiumsdiskussionen mit politischen Akteur*innen aus der Stadt Dresden und der landespolitischen Ebene
    • Bürgermeisterin Dr. Kristin Klaudia Kaufmann (Beigeordnete für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Wohnen)
    • Felix Hitzig (CDU)
    • Thomas Löser (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
    • Juliane Nagel (Die Linke)
    • Albrecht Pallas (SPD)
    • Ines Biebrach (BSW)

Im Nachgang der Veranstaltung berichtete das KATAPULT Magazin Sachsen über das Thema Wohnen und Gewaltschutz und nahm es zum Anlass, mit verschiedenen Fachkräften zu sprechen.

Hier geht’s zum ganzen Artikel bei KATAPULT SachsenLink öffnet in einem neuen Tab

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